Promarca deckt an der Pressekonferenz des „Tag der Marke“ auf:
Nachahmer haben freie Bahn: Schweizer Gerichte schützen Markenprodukte nicht vor Rufausbeutung
Konsumenten bezeichnen Markenprodukte als qualitativ hochwertig, vertrauenswürdig und innovativ. Ein Ruf, den Nachahmer immer wieder ausnutzen, indem sie sich mit ihren Produkten stark an Originale anlehnen. Trotzdem wenden Schweizer Gerichte die Vorschriften zur Bekämpfung von Rufausbeutung nicht an und verwehren Markenherstellern damit nicht nur Schutz, sondern gefährden den Innovationsstandort Schweiz. Der Schweizerische Markenartikelverband Promarca fordert deshalb, die Rechtspraxis zu ändern, zukünftig entschiedener gegen Rufausbeutung vorzugehen und sich an der europäischen Rechtsprechung zu orientieren.
Für Konsumenten sind Marken attraktiver als Eigenmarken – dennoch hat die Schweiz den höchsten Eigenmarkenanteil Europas
Hohe Qualität, Vertrauenswürdigkeit, innovative Produkte: Aus Konsumentensicht heben sich Marken klar von Eigenmarken der Händler ab. Hat ein Käufer die Wahl, ist das einzige Kriterium, das ihn zur Eigenmarke greifen lässt, der Preis. Dies zeigt eine repräsentative Studie, die GfK im Auftrag des Schweizerischen Markenartikelverbandes Promarca durchgeführt hat. Obwohl Marken also höchst attraktiv sind, führen Schweizer Händler 54% Eigenmarken – der europaweit höchste Wert.
23. Februar 2010 | Anastasia Li-Treyer nimmt Stellung im Kassensturz zur verschiedenen Packungsgrössen und selektiven Vertriebskanälen
Der Wunsch nach anderen Verpackungsgrössen ist oft ein expliziter Wunsch von Grossverteilern an die Hersteller, um sich von ihren Konkurrenten zu unterscheiden. Markenunternehmen würden es bevorzugen, eine einzige Verpackungsgrösse herzustellen, vor allem auch weil dies betriebswirtschaftlich am Sinnvollsten ist.
Unter dem Begriff des „selektiven Vertriebs“ versteht Promarca die Auswahl von Vertriebskanälen, die zu den Werten und der Ausstrahlungskraft einer Marke passen. Je nachdem, wie eine Marke positioniert ist, muss das Markenunternehmen auch befähigt sein, „nein“ zu sagen. Nur so können die Werte einer Marke langfristig erhalten bleiben.
06.11.2009: Marktmacht der Detailhändler: Markenhersteller suchen nach alternativen Vertriebskanälen
Internetshops, Werbung im Web-TV, eigene Läden, Direktlieferungen an Kunden: Für Markenhersteller in der Schweiz sind alternative Vertriebs-, Service und Kommunikationsmöglichkeiten ein bedeutendes Standbein der Zukunft. Nicht zuletzt, da mit Coop nur noch ein flächendeckender Markenkanal existiert und die aktuelle Preisspirale im Detailhandel immer schneller nach unten dreht. Vor 200 Entscheidungsträgern aus Markenindustrie und Wirtschaft erklärten am Forum Promarca Redner wie Miriam Blocher (Läckerli Huus), Dr. Christian Wulff (PwC) oder „The alternative business guru“ Geoff Burch, wie man erfolgreich neue Wege geht.
06.07.2009: Schweizer Markenartikelindustrie unter Preisdruck des Handels – 26% der Unternehmen planen trotzdem höhere Investitionen
Die Markenartikelhersteller bekennen sich zum Produktionsstandort Schweiz: 26,5% der Unternehmen weiten ihre Investitionen trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten in den nächsten zwölf Monaten aus, 57% sehen hierzulande ihr grösstes Wachstumspotential. Doch die Attraktivität des Marktes leidet. Ein immenser Preisdruck, hohe (Macht-)Konzentration im Schweizer Detailhandel, immer mehr Handelsmarken sowie Produkt-Nachahmungen bereiten Sorgen. Dies ergab eine Umfrage des Schweizerischen Markenartikelverbandes Promarca unter den 97 Geschäftsführern seiner Mitgliedsunternehmen. Als zentrale Herausforderung der Zukunft bezeichnet bereits jeder Vierte den Druck seitens internationaler Handels-Einkaufskooperationen wie Coopernic oder AMS.
04.06.2009: Promarca-Markenunternehmen steigern Umsatz auf über 10 Milliarden Franken - Verband fordert schärferes Vorgehen gegen Produktkopien
Der Nettoumsatz aller 97 Promarca-Mitgliedsunternehmen überschritt im 2008 erstmals die 10-Milliarden-Grenze und erreichte ein Plus von 5,27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weniger erfreulich sind für den Schweizerischen Markenartikelverband Promarca hingegen Markenprodukt-Kopien. Der Schaden für Markeninhaber ist immens. Es ist unverständlich, dass sich die Rechtspraxis z.B. bei der Durchsetzung des markenrechtlichen Schutzes bei Farb- und Formmarken zurückhaltend zeigt. Präsident Dr. Alexander Jost fordert ein konsequenteres Vorgehen.
04.11.2008: Promarca-Pressekonferenz zum Thema "Wie Marken unsere Kaufentscheide beeinflussen"
Erstmals beweist eine unabhängige Hirnforschungs-Studie der Hochschule St. Gallen, initiiert durch den Schweizerischen Markenartikelverband Promarca, dass Markenartikel im Gegensatz zu Nicht-Markenartikeln hoch emotional auf uns wirken – und dass diese Emotionen bei Kaufentscheiden eine weitaus wichtigere Rolle spielen als rationale In-formationen wie Preis oder Qualität. So sind starke Marken nicht nur ein wirksames Profilierungs- und Differenzierungsinstrument, sondern auch immun gegen Preiskämpfe.